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Zoo Tycoon

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 Spiel-Infos: Zoo Tycoon
Zoo Tycoon Boxart Name: Zoo Tycoon (PAL)
Entwickler: Frontier Developments
Publisher: Microsoft Studios
Erhältlich seit: 22. November 2013
Genre: Simulation
Spieler: 1-4
Features:
nutzt Kinect-Sensor, Impulsetrigger
Microsoft verbindet mit seinem Kinect-Sensor offensichtlich Tiere. Wie ist es sonst zu erklären, dass man nach Kinectimals auch dem Reboot der Zoo Tycoon-Serie die volle Packung an Kinect-Features verpasst? Doch neben dem Pflegen und Füttern einer Vielzahl von exotischen Wildtieren, gilt es hier auch den Park eurer Träume zu errichten. Da stellt sich natürlich die Frage, ob der Fokus wie früher auf dem Simulations-Aspekt liegt. Oder hat Frontier Developments sich zu sehr mit der Bewegungssteuerung beschäftigt und dabei die Verwaltung des Zoos vernachlässigt?

Die Freuden eines Zoo-Direktors
Wer erinnert sich nicht mehr an die frühen 2000er, als Microsoft den ersten Ableger von Zoo Tycoon für den Heimcomputer veröffentlichte und somit dem Genre der Simulationen einen weiteren würdigen Vertreter bescherte. Selbst denjenigen unter uns, die nicht mit dem richtigen Riecher für das Anlegen von Geld ausgestattet waren, bot das Spiel eine Menge Spaß. So baute man Gehege um Gehege bis der Geldhahn abgedreht war, nur um zuletzt den Eingangsbereich mit einem hohen Zaun zu versehen und eben jenen vom Käfig der Tiger zu entfernen... Eurer Fantasie sind im Konsolen-exklusiven Reboot der Reihe zugunsten einer familienfreundlichen Verpackung leider deutlich mehr Grenzen gesetzt.

Dies fällt gleich bei den ersten Schritten im langatmigen Tutorial auf. Alle Objekte, Gehege und Einrichtungen, die euren Tierpark verbessern sollen, werden vollautomatisch generiert. Eure Aufgabe ist es lediglich, diese in den gewünschten Winkel zu drehen und zu platzieren. Eure Xbox übernimmt außerdem ungefragt die Verbindung mit dem Rest des Zoos und pflastert einen Pfad, den die Besucher nutzen können, um den Neuzugang zu bewundern. Vorbei sind die Zeiten, als ihr liebevoll einen Zaun gezogen- und das Habitat eingerichtet habt. Willkommen, Zoo Tycoon, im Kreis der rosaroten Casual-Games! Es ist ja durchaus eine nette Geste, es Wenigspielern und Kindern so leicht wie möglich zu machen, etwas ansehnliches auf den Bildschirm zu zaubern. Aber angesichts der Tatsache, dass ihr nicht mal selbst aussuchen dürft, wo genau die Futterkrippe im Areal der Grizzlybären stehen soll, schießt man über das Ziel hinaus. Wieso bietet man tiefergehende Optionen nicht als Alternative für erfahrene Zoo Tycoons an? Es fehlt eindeutig an kreativer Freiheit, die uns in der Vergangenheit für eine Viehlzahl an Stunden motiviert hat. Eurer Kreativität werden außerdem aufgrund des mäßigen Interfaces zusätzliche Hürden auferlegt. Jede Aktion verlangt es von euch durch die immer gleichen Menüs und deren Unterpunkte zu scrollen. Es fehlen auch eigentlich selbstverständliche Funktionen wie das Duplizieren- oder Löschen von Gegenständen. So wird zur Arbeit, was eigentlich Spaß machen sollte. Selbst die Sprachsteuerung über Kinect wird nicht voll ausgeschöpft. Es gibt zwar eine Reihe von Sprachbefehlen, aber diese stehen meist nur zur Verfügung, wenn auch die jeweilige Controllereingabe möglich ist.
 Autor:
Robert Stotzem
Testbericht
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