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Wolfenstein: The Old Blood

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Burg Wolfenstein – Touristenmagnet? 
Optisch macht auch The Old Blood wieder eine gute Figur. Das Charakterdesign wurde vom Vorgänger übernommen und mit einigen Details etwas aufgefrischt. Die Entwickler stecken die Regime-Soldaten erneut in herrlich kreative Fantasie-Rüstungen, die sich optisch wieder aus dem Steampunk-Kleiderschrank bedienen. Generell wirkt das gesamte Design des Spiels sehr stimmig. Seien es die lockeren Außenbereiche der Burg oder auch die abwechslungsreichen Innenräume, die neu und alt vermischen. Hier lauft ihr mal durch imposante Großküchen, romantische Bibliotheken oder auch auffällige Galerien, die mit allerhand Schätzen und Bildern bestückt sind. Das krasse Gegenteil bieten da die Orte der Burg, in denen es vor Technik nur so wimmelt. Dreckige, verdampfte Maschinenräume oder sterile Lagerräume sind allesamt aus Metall gebaut und erinnern teilweise eher an ein U-Boot, denn an eine alte Burg. Später im Spiel kommt ihr zudem noch in ein kleines und verträumtes Dörfchen. MachineGames versteht es hierbei aber diese beiden unterschiedlichen Designs clever und authentisch zu kombinieren und schafft damit eben dieses glaubhafte Gesamtbild. Die Geräuschkulisse des Spiels passt sich der Optik problemlos an. Die deutsche Synchronisation kann sich durchaus hören lassen. Soldaten und Offiziere sprechen passenderweise in einem eher scharfen Militärjargon, während unser Held den ein oder anderen lockeren Spruch der Marke Marlboro-Cowboy parat hat. Die Schusswaffen klingen angenehm druckvoll und man hat beim Abfeuern das Gefühl, dass dort auch etwas zu Bruch geht, wo die Kugeln einschlagen - also im Feind. Unglücklicherweise klingt ausgerechnet die Schrotflinte „Schockhammer“ ein kleines bisschen „mickrig“ und gibt beim Schuss auch etwas zu wenig Rückstoß ab. Alles in allem stimmt die Technik aber und der audiovisuelle Teil des Spiels kann sich neben dem Gameplay auch sehen lassen. 
Fazit 
The Old Blood macht genau da weiter, wo schon The New Order aufgehört hat. Käufer und Interessenten bekommen einen Egoshoter der alten Schule in einem neuen Gewand präsentiert. Das sollte Shooterfans der Fraktion Ü30 besonders glücklich stimmen. Bei Wolfenstein könnt ihr lange hinter Kisten kauern und hoffen, dass sich euer Leben von selbst regeneriert - vergebens. Hier müsst ihr wieder auf die Suche nach Medipacks gehen. Wie schon erwähnt ist die Kampagne nur mit acht Kapiteln bestückt, bietet euch aber dennoch mindestens zehn Stunden Spielspaß. Dafür geht der geringe Preis völlig in Ordnung und ihr bekommt am Ende recht viel Spiel für euer Geld. Schließlich gibt es so manchen Vollpreis-Titel, der zuletzt sogar noch weniger Spielzeit für euer Gehalt bot. Besonders fleißige Zeitgenossen suchen sich alle Albtraum-Level oder gehen auf Schatzsuche nach dem Nazigold. Daher empfehle ich auch nicht so Shooter-affinen Zockern mal einen Blick zu riskieren und sich auf Burg Wolfenstein etwas genauer umzusehen. Bei Gefallen kann man dann auch gleich die Geschichte weiterspielen und sich den Vorgänger besorgen. Also frohe Jagd!  
 
Daher für Einzelspieler sehr gut!
 Autor:
Dominik Weber
Testbericht
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