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Trials of the Blood Dragon

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Mit einer Fahrt in einer Lore, dem Bedienen eines ferngesteuerten Spielzeugautos oder hinter dem Steuer eines brachialen Vier-Achsen-Monsters wird versucht für Abwechslung zu sorgen. Leider besitzen diese Abschnitte des Spiels kaum Anspruch und dürften insbesondere Trials-Profis enttäuschen. Es scheint, als habe man sich zu sehr auf Krawall und Action konzentriert und das ikonische Feingefühl der Serie dabei außer Acht gelassen. Nun könnte man ja vermuten, dass die Schauwerte beim Durchbrechen von Betonwänden über diese Schwäche hinwegtrösten, aber dazu besitzt der Downloadtitel einfach nicht die notwendige Grafikpower. Wesentlich schlechter sind aber Momente, wenn ihr komplett auf ein Fortbewegungsmittel verzichten müsst und ihr plötzlich einen unterdurchschnittlichen Action-Plattformer spielen sollt. In diesen 2D-Leveln sollt ihr mit Rox oder Slay meist Terminals hacken und euch dabei mit Schusswaffe die feindlichen Soldaten vom Hals schaffen. Das Leveldesign der Hüpfpassagen ist nie besonders komplex. Trotzdem werdet ihr wohl oft Bekanntschaft mit tödlichen Lasern machen, weil die Sprungphysik sehr zu wünschen übriglässt. Und da die meisten Gegner schon mit einem Treffer erledigt sind, ist auch der Einsatz eurer Waffe alles andere als spannend.

FAZIT
Entwickler RedLynx steht für eine präzise Steuerung und fordernde Geschicklichkeitsspiele. Mit Trials of the Blood Dragon tun sie ihrem guten Ruf allerdings keinen Gefallen. Die klassischen Spielabschnitte auf dem Bike sorgen mit neuen Spielideen und kreativem Streckendesign für gute Laune. Das Problem ist, dass es insgesamt zu wenige davon gibt. Sobald man vom Sattel des Motorrads absteigt, offenbart das Spiel zu viele Schwächen. Insbesondere die Plattformer-Abschnitte erreichen nicht die gewohnte Qualität. Der Blood Dragon-Look hat nichts von seinem Charme verloren. So witzig wie das Original ist die Geschichte diesmal allerdings nicht. Präsentation war nie das Aushängeschild der Reihe -  daran ändert auch Trials of the Blood Dragon nichts. Schade, dass die Entwickler trotzdem den Fokus darauf gelegt haben, statt sich auf ihre Stärken zu besinnen. Letztlich müsst ihr selbst entscheiden, ob ihr euch mit den beschriebenen Schwächen und dem geringen Umfang anfreunden könnt. Ohne die Jagd nach Bestzeiten und Collectibles seid ihr nur eine Handvoll Stunden mit den gebotenen Herausforderungen beschäftigt.

Daher für Einzelspieler ordentlich.
 Autor:
Robert Stotzem
Testbericht
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Leserwertung:
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