Xbox One » Tests » T » The Witcher 3: Wild Hunt (PS4)

The Witcher 3: Wild Hunt (PS4)

-> Drucken Spiel-Infos ein-/ausblenden...
Gwint - ein Kartenspiel mit Suchtpotential
Wie ihr im Verlauf des Tests bereits feststellen konntet, gibt es so viel zu The Witcher 3: Wild Hunt zu erzählen - sodass wir diesen Bedarf an Informationen natürlich nicht komplett abdecken können. Auf eine Sache wollen wir jedoch noch eingehen: Gwint. Neben den vielzähligen Quests haben sich die Entwickler nämlich dazu entschlossen, noch ein zwergisches Kartenspiel in das Gameplay zu integrieren. Bei dieser willkommenen Abwechslung wird der Kampf zwischen verfeindeten Armeen simuliert. Kurz gesagt: wer am Ende seiner Züge die höchste Punktzahl hat, gewinnt die Runde. Das Match entscheidet derjenige für sich, der in mindestens zwei Runden siegreich hervorgegangen ist. Der Einstieg in das zwergische Kartenspiel gestaltet sich zumindest zu Beginn als schwierig und kann vor allem Neulinge überfordern. Doch wenn man sich auf das Spiel einlässt, findet man nach einer Weile durchaus Freude an Gwint und sieht sich in einer neu entdeckten Sammelleidenschaft wieder. Es gibt insgesamt 197 verschiedene Karten, die man im weiteren Spielverlauf durch Siege und Gwint-bezogene Quests erhalten kann. Teilweise sind sie jedoch auch käuflich bei Händlern zu erhalten.
Grafisch beeindruckendes Spiel mit technischen Schwächen
Die PlayStation 4-Fassung von The Witcher 3: Wild Hunt ist definitiv eine Augenweide. CD Projekt RED ist es gelungen, die Nördlichen Königreiche schön in Szene zu setzen und die unterschiedlichen Gebiete liebevoll detailliert darzustellen. Außerdem wurde ein merklich großer Wert auf die Darstellung der Charakter-Mimik gelegt. Vor allem die Hauptfiguren wie Geralt oder die wunderschöne Yennefer überzeugen mit tollen und glaubhaften Gesichtszügen. Leider gab es im Spielverlauf auch einige technische Schwächen, die etwas am Spielspaß nagten. So fiel die Performance teilweise merklich unter die angestrebten 30 Bilder pro Sekunde, was leider auch zur Folge hatte, dass sich die Steuerung verzögert anfühlte. Das machte sich besonders auf Geralts Interaktion mit der Spielwelt bemerkbar. So vollführte er oftmals einen kleinen Wendekreis, anstatt sich auf der Stelle umzudrehen – dies erschwerte das Handling oftmals unnötig, beispielsweise beim Durchqueren einer engen Taverne. In Kämpfen hingegen reagierte die Steuerung deutlich besser. Außerdem erschienen teilweise die Ladezeiten beim Ableben des Hexer zu lange. In diesem Fall muss sich nämlich die gesamte Spielwelt neu aufbauen, was leider einige Zeit in Anspruch nahm. Zwar haben die Entwickler zur Verkürzung der Wartezeit eine Zusammenfassung der Hauptquest auf den Ladebildschirm eingesprochen, diese wird aber nach wiederholtem Abspielen doch eher als recht störend empfunden und abstellen kann man das Feature leider nicht.
 Autor:
Jennifer Reichel
Testbericht
Zur Screengalerie
Screenshots:
Leserwertung:
8.8