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Shape Up

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 Spiel-Infos: Shape Up
Shape Up Boxart Name: Shape Up (PAL)
Entwickler: TBA
Publisher: Ubisoft
Erhältlich seit: 13. November 2014
Genre: Sport - Fitness
Spieler: 1-2
Features:
Kinect
Nintendo brachte der Videospielwelt eine Menge Dinge, die heute quasi unabdingbar für viele Zocker erscheinen. Sie ebneten den Weg vom Nischenprodukt zum Massenmarkt. Sie etablierten viele Elemente in den verschiedensten Genres. Vom Jump´n´Run zum Action-Adventure. Viele Spiele bedienen sich auch heute noch bei Nintendo`s Ideen von damals. Nintendo brachte der Spielwelt jedoch auch etwas anderes – Bewegungssteuerung. Microsoft und Sony sprangen, geblendet von Nintendos Erfolg, ebenfalls auf den „bewegenden“ Zug auf. Kinect wurde 2010 „geboren“ und stand für 149,- Euro in den Regalen. Microsofts Hightech-Kamera sollte den Skeptikern von Videospielen, denen die Pad-Belegungen bisher Kummer bereitete, zeigen, dass man nicht unbedingt einen Controller zum Zocken benötigt. Aus dieser Idee resultierten neue Spiele-Ideen und Genres. Einige Programmierer bemerkten wohl recht schnell, dass die „Zappelsteuerung“ auch richtig anstrengend sein kann. Diese Tatsache in Kombination mit dem immer größer werdenden Fitness-Boom brachte dann Spiele wie Shape Up hervor. Zugegeben, es ist eine gute Kombination, gab es doch schon in den Neunzigern einen aus den USA herübergeschwappten Boom an sogenannten Fitness – und Aerobic-DVD`s. Hier hampelten Prominente wie Cindy Crawford und auch Naddel dem Zuschauer einige Übungen vor und die Diät-willige Hausfrau hüpfte zum Takt in ihrem Wohnzimmer mit. Die Neunziger sind, wie Cindy Crawford und Naddel, zu unserer aller Freude jedoch glücklicherweise passé. Wir haben 2014 und manch moderne Zocker möchten sich selbstverständlich auch fit halten. Und wie geht das besser als mit einem passenden Fitness-Spiel? Neben meinen drei wöchentlichen Sporteinheiten mit echtem schwerem Eisen zappelte ich nun also für die Leser auch mal wie eine Hausfrau vor dem Kinect-Sensor rum. Klappt das? Funktioniert das? Und ist das auch anstrengend?
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Voll motiviert warf ich mich also in meine schönsten Sportklamotten (meinem Schlafanzug)  und stellte mich nach erfolgter Installation erwartungsvoll vor mein Kinect 2.0. Nach den üblichen Sicherheitswarnungen und der Kalibrierung des Sensors ging der Spaß auch schon los. Durchs Programm führen mich ein weiblicher und ein männlicher Fitnesstrainer, die lieber namenlos bleiben möchten, dafür aber je nach Stage immer lustig passend verkleidet sind. Gestartet wird der Weg zum neuen durchtrainierten Ich in der Arktis. Kinect fängt mein Ebenbild ein und überträgt es auf den heimischen Flachbildfernseher. Direkt neben mir wird nun der Trainer dargestellt und instruiert mich im „Arctic Boxing“, der ersten Disziplin des Spiels. Kenner der Vorgänger wird dieses Fitness-Box-Spiel bekannt vorkommen, da es auch schon in den Vorgängern der Xbox 360-Version enthalten war. Vor meinem Alter-Ego werden nun vom Spiel Eisblöcke eingeblendet, die es über Kreuz zu zerschlagen gilt. Hierbei ist voller Körpereinsatz in Form von Faustschlägen und Kneedrops gefragt. Das klappt ganz gut, denn die Zeitverzögerung ist äußerst gering. Damit lassen sich die Bewegungen sehr gut auf den Bildschirm übertragen und man kommt nur selten aus dem Takt. Der virtuelle Trainer kommentiert die Kampfsporteinlagen, korrigiert bei fehlerhaften Bewegungen und ruft zu höherer Präzision auf. Nach neunzig Sekunden ist die Runde vorbei, der Trainer in der lustigen arktischen Verkleidung hat gewonnen. Ich schäme mich ein bisschen und werde ins Menü geleitet. Dort entdecke ich drei Hauptpunkte: Online Gaming, Schnelles Spiel und Training. Um mir von allen Disziplinen erst einmal eine Übersicht zu verschaffen, wähle ich die schnellen Runden, die man jeweils in 1:30 und 4:00 Minuten-Happen testen kann. Hier kann man problemlos alle Minispiele ausprobieren und dafür Blitze sammeln. Hat man 7000 Blitze in einer Woche zusammen, hat man das Wochenziel erreicht.
 
Shape Up bietet überraschenderweise eine recht hohe Anzahl an verschiedenen Minispielen. Diese alle aufzuzählen würde hier den Rahmen sprengen. Die einen machen Spaß, die anderen sind anstrengend und leider gibt es auch welche, die nicht so gut funktionieren, da eben auch Kinect 2.0 nicht immer perfekt funktioniert. Letztere sind vornehmlich Spiele, bei denen man nur mit den Füßen arbeiten muss. Hier ist das Timing sehr wichtig und man muss, ähnlich wie bei Guitar Hero, im richtigen Moment z.B. auf einem Piano auf die richtigen Tasten springen. Vielleicht bin ich als Kraftsportler auch einfach zu weit entfernt von der Grazie, die diese Spiele erfordern würden, aber ich versage völlig. Anders dagegen zwei Beispiele aus dem klassischen Fitnessbereich: Kniebeugen und Liegestütze. Hier erfasst Kinect die Bewegungen sehr gut und alles wird perfekt ins Spiel übertragen. Doch seid gewarnt, Shape Up verlangt enorm viel vom geneigten Zocker, der fit werden will. Beim Liegestützspiel "Push Ups" sollt ihr in neunzig Sekunden so viele Liegestütze machen, wie ihr könnt. In den neunzig Sekunden gibt es zwei Pausen, in denen ihr die obere Position nur halten sollt. Nun ja, ich habe auch dieses Match gegen den CPU-Trainer verloren und war überraschter denn je. Denn auf "easy" benötigt man stolze sechzig Liegestütze, um das Match zu gewinnen. Hier hätte Ubisoft vielleicht etwas besser einschätzen sollen, was denn der Normalo-Zocker so an sportlichen Leistungen im Durchschnitt vollbringen kann - sechzig Liegestütze am Stück zu verlangen, sind da doch eher fragwürdig. Um so erfreuter war ich, dass ich das Spiel "Kniebeugen zum Mond" ausnahmsweise mal für mich entscheiden konnte. Hier klappt die Übertragung der Bewegung hervorragend, so dass man um so motivierter zur nächsten Beuge ansetzt, um den Punktezähler nach oben zu hieven.
 Autor:
Dominik Weber
Testbericht
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