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Rise of the Tomb Raider

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 Spiel-Infos: Rise of the Tomb Raider
Rise of the Tomb Raider Boxart Name: Rise of the Tomb Raider ()
Entwickler: Crystal Dynamics
Publisher: Square Enix
Erhältlich seit: 13. November 2015
Genre: Adventure - Action Adventure
Spieler:
Features:
Bestenlisten, DLC, Season Pass
Es gibt kaum ein Reboot wie das von Tomb Raider, das so hohe Wellen schlug und sich dermaßen von seinen Vorgängern abhebte. Kein Wunder also, dass nach der positiven Resonanz über die neue Lara Croft direkt ein Sequel drangehängt wurde, um eine neue Serie ihrer jungen Tage zu starten. Wir haben Lara beim ersten Mal dabei begleitet, wie sie sich nun freiwillig in eine Gefahrenlage begibt, um nach Antworten zu suchen.

Rise of the Tomb Raider bedient sich offensichtlich am Grundgerüst des Vorgängers. Mithilfe der gleichen Engine konnte man relativ schnell einen Nachfolger auf den Markt bringen und sich auf die Verbesserungen fokussieren. Denn perfekt war auch der Vorgänger nicht: So kritisierte man den zu geringen Abenteueranteil im Vergleich zum Actionanteil, was sich vor allem durch die wenigen, optionalen Gräber ausdrückte. Entwickler Crystal Dynamics versprach also mehr Gräber zu implementieren und tatsächlich sind es ein paar mehr geworden, optional bleiben sie größtenteils dennoch, was erneut in Frage stellt, was Tomb Raider eigentlich primär sein möchte. Immerhin hat man den Weg zu den Gräbern größtenteils interessanter gestaltet. Als Kompromisslösung hat man jedoch auch optionale Missionen in den Arealen eingefügt, mehr Sammelobjekte versteckt und Höhlen zur Erkundung verteilt, die sich mit zunehmender Ausrüstung erforschen lassen. Das Spiel folgt dennoch einer linear gestalteten Hub-Welt mit größeren Arealen zwischendrin und der Weg von Start zum Ziel ist eigentlich nicht sonderlich weit, jedoch verweilt man sehr lange an den gleichen Orten, was die Spielzeit enorm streckt. Auf der Strecke bleibt jedoch ein bisschen die Abwechslung. Die beiden größten Areale sind ganz natürlich ein Schneegebiet und ein Waldgebiet.

Lara kann viel Ausrüstung verbessern, sammeln und mit Erfahrungspunkten neue Objekte freischalten. Zusammen mit der Art und Weise wie sie Gegner ausschaltet, wird man für bestimmtes Verhalten belohnt und gerade diese RPG-Elemente verleihen dem Spiel mehr Abenteuer-Flair. Da nun nicht das Abenteuer Lara suchte, sondern Lara das Abenteuer suchte, musste man genug Vorwand dafür erfinden und so fügte man plötzlich die Eltern von Lara und eine Familientragödie ein, um ihre Motive zu rechtfertigen. Das greift auch gut und der Spieler kann die Motive von Lara sehr gut verstehen. Lara ist nun endgültig nicht mehr die frühere Sexpuppe, sondern eine interessante Frau mit viel Hintergrund. Wie Square Enix insgesamt mit dem Redesign umgegangen ist, kann man nur gut heißen und auch die Performance von Camilla Ludington weiß erneut im Motion Capturing zu überzeugen. Ein bisschen schade ist der Stimmwechsel in Deutsch: Nicht mehr Nora Tschirner verleiht Lara wie im Vorgänger die Stimme, sondern die Synchronsprecherin von Jennifer Lawrence, die jedoch sehr gut zu Lara passt.
 Autor:
Dominic Ruthardt
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
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