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Quantum Break

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Die Schönheit in der Katastrophe
Microsoft hat für Quantum Break scheinbar ordentlich in die Geldbörse gegriffen, denn das Endprodukt kann sich sehen lassen. Die Serie hat angemessene Spezialeffekte und wirkt rundum hochwertig produziert. Dank der ausgezeichneten Grafik wirkt auch der Sprung vom Videospielcharakter zum echten Schauspieler weniger extrem, als man vielleicht vermuten würde. Ein echtes Grafik-Highlight sind Momente, in denen die Zeit außer Kontrolle gerät und auf beeindruckende Weise die Umwelt beeinflusst. Zudem reagiert das Spiel trotz großer Detailverliebtheit mit einer glaubwürdigen Physik. Bei einem Kampf in der Universitätsbibliothek zerbrechen die Regale auf spektakuläre Weise. Stilistisch und technisch spielt Quantum Break in der obersten Liga mit.

FAZIT
Wirklich gute Geschichten erzählen nicht viele Videospiele. Quantum Break beweist aber, dass es möglich ist. Zugegeben, nicht alle Szenen sind Emmy-würdig, aber insgesamt beweist Remedy Entertainment mit seinem Multimedia-Gemisch Gespür für eine spannende Erzählweise, deren Entwicklung ihr direkt beeinflussen könnt. Wenn ihr nicht damit beschäftigt seid, den Zeitstrang zu entknoten, sind auch die Gefechte dank eurer Superkräfte ein echtes Highlight. Wer allerdings reine Action erwartet und die Story ignorieren will, wird sich über die langen Segmente zwischen den Schusswechseln und den insgesamt zu niedrigen Schwierigkeitsgrad ärgern. Meinen Geschmack hat Quantum Break aber getroffen. Live Action-Serie und Spiel bilden ein gelungenes Ganzes, das nach dem Durchspielen Lust auf mehr macht. Hoffentlich müssen wir nicht wieder sechs Jahre auf ein neues Remedy-Spiel warten.

Daher für Einzelspieler sehr gut bis herausragend.
 Autor:
Robert Stotzem
Testbericht
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Leserwertung:
8.0