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Quantum Break

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Die Zukunft der Unterhaltung?
Wichtiger für die Nachvollziehbarkeit des Ganzen ist da schon die zuvor angesprochene, integrierte TV-Sendung. Insgesamt vier Episoden, die je am Ende einer der fünf Akte abgespielt werden, warten auf den Spieler. Wer für die zwischen 20 und 30 Minuten andauernden Folgen aber nicht genug Geduld mitbringt, kann sie auch komplett überspringen. Die Qualität der Serie sollte euch jedoch nicht abschrecken. Während die erste Episode aufgrund etwas holpriger Dialoge noch nicht komplett überzeugt, habe ich die restlichen drei Teile gespannt angesehen. Klar, es ist nicht auf allerhöchstem Niveau produziert, aber im Vergleich mit ähnlichen Versuchen Live Action und Spiel zu verbinden, geht Quantum Break klar als Sieger hervor. Zudem werden die Handlungsstränge um Jack Joyce und den Angestellten des mysteriösen Großkonzerns Monarch Solutions auf ansprechende Weise zusammengeführt.

Was hat es mit dem Versprechen auf sich, dass ihr auch direkten Einfluss auf die Handlung nehmen dürft? Am Ende jedes Spielabschnitts übernehmt ihr für kurze Zeit die Rolle des Antagonisten Paul Serene, der die Fähigkeit besitzt, in die Zukunft zu schauen. Das ist besonders praktisch, um die Konsequenzen der bevorstehenden A oder B-Entscheidung abzuschätzen. Zu Beginn des Spiels muss sich der Vorsitzende von Monarch Solutions um Zeugen finsterer Machenschaften kümmern. Als Spieler habt ihr die Wahl den Ruf der Firma mit einer PR-Kampagne zu retten, oder die Stimmen mit Gewalt verstummen zu lassen. Während die erste Option Jack mögliche Verbündete beschert, aber den Ruf der Firma rettet, macht ihr euch mit der Wahl der Schreckensherrschaft nur noch unbeliebter. So riskiert ihr aber nicht, dass Geheimnisse offenbart werden. Die getroffenen Entscheidungen haben durchaus Einfluss auf das gesamte Spiel und vor allem auf die TV-Serie. Allerdings solltet ihr nicht erwarten, dass das Spielende davon betroffen ist. Quantum Break endet im Grunde immer gleich. Das ist zwar schade, wird aber immerhin seitens der Story begründet. Was mich an der Entscheidungsfindung viel mehr gestört hat, ist, dass ich nie sicher war, aus wessen Sicht ich diese treffen soll. Zwar steuert der Spieler zu diesem Zeitpunkt Paul, aber da ich mit Jack den Großteil der Spielzeit verbringe, sah ich mich ständig in einem Interessenskonflikt. Wieso sollte ich es mir selbst schwerer machen? Es hat natürlich auch seinen Reiz, wenn man den Standpunkt zur Wahl selbst interpretieren kann, aber ich persönlich hätte mir hier eine klarere Linie seitens der Entwickler gewünscht. Abseits dessen kann der Spieler das Geschehen auch noch im Detail beeinflussen, indem er im Spiel so genannte Quantenwellen auslöst. Interagiert ihr an einem bestimmten Ort mit der Spielwelt, hat dies kleinere Konsequenzen in der Serie.
 Autor:
Robert Stotzem
Testbericht
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Leserwertung:
8.0