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Quantum Break

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 Spiel-Infos: Quantum Break
Quantum Break Boxart Name: Quantum Break (PAL)
Entwickler: Remedy Entertainment
Publisher: Microsoft Studios
Erhältlich seit: 05. April 2016
Genre: Adventure - Action Adventure
Spieler: 1
Features:
integrierte Live Action-Serie
Wenn sich Autoren an der Beschreibung der Apokalypse versuchen, prophezeien sie meist ähnliche Katastrophenszenarien. Ein Virus rafft die Menschheit dahin und verwandelt uns in blutrünstige Untote. Nicht selten führt aber auch eine Naturkatastrophe biblischen Ausmaßes unser Ende herbei. Die Finnen von Remedy Entertainment besinnen sich in ihrem neuen Spiel Quantum Break auf die gewöhnlichste Todesursache überhaupt: Die Zeit. Welche Konsequenzen hat es, wenn die Gesetze der Zeit außer Kraft geraten? Die Antwort auf diese Frage könnt ihr in Quantum Break erforschen.
Multimedia-Gemisch
Als Fan von Klassikern wie Alan Wake und Max Payne könnte man meinen, dass die Zeit schon jetzt zu langsam voranschreitet. Satte sechs Jahre musste man darauf warten, dass Remedy Entertainment ein neues großes Actionspiel veröffentlicht. Glücklicherweise hat sich die Vorfreude ausgezahlt, denn Quantum Break dürfte Fans des Studios auf jeden Fall zufriedenstellen. Das Spiel ist nicht nur gespickt mit Referenzen auf Werke des Studios, sondern entspricht auch strukturell einer konsequenten Fortsetzung vorangegangener Titel. Im Mittelpunkt stehen zwar die Third Person-Gefechte, aber auch die durch Musik und Video unterstützte Story kommt erneut nicht zu kurz. Diesmal setzen die Finnen sogar noch einen drauf und integrieren eine Live Action-Serie direkt ins Spiel. Wäre das schon nicht riskant genug, soll sich dieses Multimedia-Gemisch auch noch euren Entscheidungen anpassen. Werden all diese Elemente in einer spannenden Narrative zusammengeführt?

Ein Massenmörder namens Zeit
Protagonist Jack Joyce ahnt zu Beginn des Spiels nicht, welche Konsequenzen seine Heimkehr haben würde. Nach jahrelanger Abwesenheit von seiner Heimatstadt Riverport, kehrt er auf Wunsch seines Freunds Paul Serene zurück. Dass er ihn mitten in der Nacht im Physik-Gebäude der Universität treffen will, ist ihm zwar nicht ganz geheuer, aber eine funktionierende Zeitmaschine hat er dort sicher nicht erwartet. Serene braucht ihn, um einen kontroversen Testlauf mit einem Menschen durchzuführen. Kurz darauf steht Paul plötzlich in zweifacher Ausführung vor seinem Kumpel. Schließlich will dieser fünf Minuten in die Vergangenheit reisen – und ein Reisender kommt halt auch irgendwo an… Will Joyce, Jacks älterer Bruder und ebenfalls renommierter Wissenschaftler, kommt zu spät um die darauffolgende Katastrophe zu verhindern. Die Zeit selbst ist aus den Fugen geraten! Während Jack mit diversen neuen, zeitbasierten Superkräften ausgestattet wird, tritt ein um Jahre gealterter Paul Serene ins Rampenlicht, der eigene Pläne verfolgt.
 
Was recht simpel mit einem missglückten Experiment startet, entpuppt sich im Verlauf von rund 13 Stunden als komplexe Zeitreise-Geschichte, die euch immer wieder gebannt auf den Bildschirm schauen lässt. Glücklicherweise schaffen es die Autoren für die wichtigsten Mysterien am Ende Antworten abzuliefern. Eine Leistung, die nicht zu unterschätzen ist. Mich hat die Handlung des Spiels gut unterhalten. Gerade wenn ihr bereit seid, auf Details in der Spielwelt zu achten und den gestellten Rätseln auf den Grund zu gehen, dürftet ihr eure Freude mit dem Spiel haben. Das liegt nicht zuletzt auch an der guten schauspielerischen Leistung von namenhaften Darstellern wie Aidan Gillen, Shawn Ashmore und Dominic Monaghan. Eure Freude mit Quantum Break hängt aber auch davon ab, ob ihr bereit seid den Controller in regelmäßigen Abständen beiseite zu legen. In der Spielwelt sind zahlreiche Dokumente und Emails verteilt, die ihr finden und lesen könnt. Auch diverse Videotapes und Radioprogramme sind direkt ins Spiel eingebunden. All diese Sammelgegenstände verleihen euch zusätzliche Informationen über die Handlung und die darin auftauchenden Figuren, ohne dass euer Verständnis über die grundlegende Handlung stark darunter leiden würde, wenn ihr sie ignoriert.
 Autor:
Robert Stotzem
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
8.0