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Metal Gear Solid V: The Phantom Pain

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 Spiel-Infos: Metal Gear Solid V: The Phantom Pain
Metal Gear Solid V: The Phantom Pain Boxart Name: Metal Gear Solid V: The Phantom Pain (PAL)
Entwickler: Kojima Productions
Publisher: Konami
Erhältlich seit: 01. September 2015
Genre: Action
Spieler: 1
Features:

Lange mussten Spieler auf den offiziell fünften Teil der traditionsreichen Metal Gear Solid-Reihe warten. Mit Metal Gear Solid V: Ground Zeroes gab man vor knapp eineinhalb Jahren nicht nur einen ersten Einblick in die komplett runderneuerten Spielmechaniken, sondern lieferte auch den Prolog zu The Phantom Pain. Die Vorfreude auf das Abenteuer rund um den berühmtesten Soldaten der Welt war nicht zuletzt deswegen so groß, weil wir es dieses mal mit dem Abschlusswerk des Serienschöpfers Hideo Kojima zu tun haben. Mit untypischen Schlagwörtern für die Reihe wie „Metal Gear goes Open World“ und dem Wechsel des bekannten Synchronsprechers David Hayter zu Kiefer Sutherland, gab es im Vorfeld jede Menge hitzige Diskussionen. Doch wie genau fühlen sich diese Neuerungen letztendlich im Spiel an? Ist Metal Gear Solid V: The Phantom Pain wirklich das angepriesene Magnum Opus von Kojima Productions - oder entpuppt sich der Ausflug in die offene Spielwelt am Ende doch als massiver Fehlgriff?
 
Ein perfekter Einstieg?
Wir schreiben das Jahr 1984. Neun Jahre sind vergangen, seitdem die mysteriöse Spezialeinheit “FOX“ die Mother Base zerstört hat und Big Boss durch eine List in ein langes Koma verfrachtet wurde. Unser Held wacht nun endlich nach seinem neunjährigen Koma in einem Krankenhaus wieder auf und ist sichtlich geschockt - sowohl was seinen körperlichen Zustand betrifft, als auch von dem, was in seiner Abwesenheit alles passiert ist. Der zuständige Doktor erklärt ihm außerdem, dass „die ganze Welt ihn nun tot sehen möchte“. Nicht lange dauert es deshalb, bis die ersten feindlichen Truppen das Krankenhaus stürmen und vor nichts zurückschrecken, um Big Boss in die Finger zu bekommen. In dem etwa einstündigen Intro-Kapitel wird inszenatorisch ein wahres Brett abgeliefert, das einen vor Spannung nur so an den Bildschirm fesselt. Absolut bildgewaltig und mit der typischen Prise an überzogener Metal Gear-Logik wird hier die Ausgangslage für die nächsten ~50+ Stunden geschaffen. Viele der Fragen und Rätsel die hier aufgeworfen werden, müssen aber nun erst einmal hinten angestellt werden, denn sowohl spielerisch als auch erzählerisch wird hier quasi ab dem ersten regulären Kapitel eine 180°-Wendung vollzogen.

Wo bleibt die Handlung?
Während der lineare und perfekt durchgeskriptete Anfang nichts ungewöhnliches für Fans der Reihe darstellt, wird nämlich schnell klar, dass dieser keineswegs repräsentativ für den Rest des Spiels ist. Statt wie üblich für die Serie mit linearer Stealth-Action und ausschweifenden Cutscenes zu glänzen, gibt es dieses Mal riesige Missionsgebiete, die dem Spieler die Freiheit geben, die Ziele durch unterschiedliche Herangehensweisen zu erfüllen. Zwischensequenzen sind nur noch spärlich gesät, was [irgendwie] ungemein schade ist, da diese nicht nur stets toll anzuschauen sind, sondern normalerweise auch dazu dienen, die Geschichte voranzutreiben. Ein großer Teil der Story, und somit viele Gespräche der Charaktere, wurde stattdessen auf Audiologs ausgelagert. Diese kann man sich während den Missionen oder auch beim freien Erkunden der Gegend anhören. Zwar erhält man durch diese oft interessante Informationen zur Handlung und den Personen, doch fällt es oftmals schwer sich während des Spielens darauf zu konzentrieren, weshalb richtige Zwischensequenzen für einige der wichtigen Gespräche deutlich sinnvoller gewesen wären. Der Zugang zur ohnehin schon komplexen Handlung wurde dadurch nämlich nochmal erschwert. Neue Audiolog-Kasetten können entweder gefunden oder durch wichtige Ereignisse freigeschaltet werden.
 Autor:
Christoph Jäger
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
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