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Mad Max

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 Spiel-Infos: Mad Max
Mad Max Boxart Name: Mad Max (PAL)
Entwickler: Avalanche Studios
Publisher: Warner Bros. Interactive Entertainment
Erhältlich seit: 04. September 2015
Genre: Action
Spieler: 1
Features:

Feuerspeiende E-Gitarren, silbermündige Freaks und mitten drin ein Mann, der möglicherweise noch verrückter ist als der Rest. Mad Max. Der Kinosommer wurde von Mad Max: Fury Road ordentlich aufgemischt. Brachiale, handgemachte Action traf auf eine Menge Stil. In diese großen Fußstapfen tritt das Videospiel von den Open World-Action-Experten von den Avalanche Studios. Fasziniert uns das Wasteland in spielbarer Form genauso? Wir haben Mad Max ausgiebig getestet und verraten es euch!

(K)eine Hoffnung im Wasteland?
Nur wenige Überbleibsel erinnern an das Leben vor den katastrophalen Ereignissen, welche die Erde wohl auf ewig verändert haben. Fotos von Hunden, die als Haustiere geschätzt wurden, statt als potentieller Leckerbissen. Es überlebten nur vereinzelte Erinnerungsstücke an Freundschaften, Familien und Liebe. Dinge wie diese sind in der stimmungsvollen Dystopie von Mad Max beinahe vergessen. Stattdessen bestimmen Anarchie und Gewalt das Leben der übrig gebliebenen Menschen. Es herrschen nun gewaltbereite Warlords über die endlosen Wüsten der Erde. Einer davon, der hünenhafte Lord Scrotus, nimmt zu Beginn des Spiels unseren Helden Max ins Visier und zeigt ihm ganz klar, wer das Sagen hat. Zu allem Übel raubt er ihn aber auch um sein Auto, sodass dieser plötzlich mit einer blutigen Nase und ohne Fahrzeug in den lebensfeindlichen Weiten gestrandet ist. Bevor akuter Wassermangel seinem Leben ein frühes Ende bereitet, trifft er jedoch auf Chumbucket. Der durchgeknallte Mechaniker hält Max für ein gottgleiches Wesen, dessen Ankunft in seiner Pseudoreligion prophezeit wird. Seinen Auftrag kann seine Heiligkeit allerdings nur erfüllen, wenn er den Magnum Opus fährt: die schnellste Karre im ganzen Ödland. Chumbucket ist der Meinung, dass er dieses bereitstellen muss. Notgedrungen lässt sich unser Held auf die Fantasien ein und so macht sich das ungleiche Duo daran, die nötigen Teile für das Gefährt zusammenzusuchen, um letztendlich Rache an Scrotus zu nehmen. Diese Prämisse zieht sich durch das ganze Spiel, ohne wirklich viel Raum einzunehmen. Das passt meiner Meinung nach auch ganz gut, denn wirklich ansprechend fand ich die Story nicht. Wesentlich besser haben mir die Geschichten gefallen, die durch die Spielwelt selbst erzählt werden. Die riesige Karte von Mad Max ist gespickt mit allerlei interessanten Orten und Fragmenten, die Rückschlüsse auf die Zeit vor der Katastrophe erlauben. Auch die Bewohner des Ödlands vermitteln gut, was es heißt in dieser Welt aufzuwachsen. Sie sind gezeichnet von Narben – psychischer wie auch physischer Art.
Verstaubte Technik?
Die atmosphärische Spielwelt profitiert zudem von einer schicken Optik. Die Rot- und Brauntöne der Landschaft entsprechen denen des Films. Und was da schon funktioniert hat, gefällt uns auch in der spielbaren Form wieder. Auch wenn die Story kaum direkten Bezug auf Furiosa und Co. nimmt, dürfen sich Fans des Streifens also über optische Gemeinsamkeiten freuen. Wenn sich Sandstürme am Horizont bilden oder der Bildschirm in die brachialen Flammen einer Explosion gehüllt wird, sieht das einfach klasse aus. Die Entwickler haben auch kleinere Details wie etwa Fußspuren im Sand nicht vergessen. Leider geht die schicke Optik immer wieder auf Kosten einer flüssigen Bildrate. Die von uns getestete Xbox One-Version hat immer wieder mal wieder mit merklichem Stottern zu kämpfen. Unspielbar ist es nie, aber es erinnert den Spieler daran, eben doch nur vor dem heimischen TV zu sitzen.
 Autor:
Robert Stotzem
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
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