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Lords of the Fallen

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 Spiel-Infos: Lords of the Fallen
Lords of the Fallen - Collector´s Edition Boxart Name: Lords of the Fallen (PAL)
Entwickler: Deck13 Interactive
Publisher: Koch Media
Erhältlich seit: 28. Oktober 2014
Genre: Rollenspiel - Action-RPG
Spieler: 1
Features:
keine
Die japanischen Entwickler von From Software erschufen im Jahre 2009 mit Demon Souls eine neue Marke, die gleichzeitig auch so etwas wie ein neues Genre darstellte. Action-Rollenspiele gab es selbstverständlich vor Demon Souls auch bereits, die Besonderheit liegt bei diesem Exemplar jedoch eindeutig an der Schwierigkeit, die sich vor allem an Hardcore-Spieler richtet. Neueinsteigern der Soul-Serie wird dieser Fakt sehr schnell bewusst, da man gleich zu Beginn des Abenteuers recht unbarmherzig und humorlos vom Feindvolk niedergestreckt wird. Dies war in den ersten Momenten auch meistens eher frustrierend, jedoch schafften es die Japaner ebenso auf eine zauberhafte Art und Weise den scheiternden Spieler immer wieder zu motivieren. Der Trick hierbei ist, dem Spieler das Gefühl zu geben, dass er selbst Schuld am Ableben seines Helden hatte und man mit der richtigen Taktik auch ohne Schaden den Gegner hätte besiegen können. Durch diese Magie entstand eine recht ansehnliche Fanbasis, die From Software dazu veranlasste bis heute bereits drei Spiele der Souls-Reihe zu veröffentlichen. Der deutsche Entwickler Deck 13 wagt sich nun quasi als Erster daran, dieses Spielkonzept in einem eigenen Titel umzusetzen. Lords of the Fallen orientiert sich also ganz klar an seinem großen Vorbild inkl. den noch größeren Fußstapfen. Ich habe mich also für euch umbringen lassen. Sehr oft sogar. Doch hatte ich auch Spaß dabei?
Auf los, gehts los!
Lords of the Fallen wirft euch zumindest nicht direkt ins kalte Wasser. Dafür jedoch in den kalten Schnee. Nach der Auswahl eurer Heldenklasse (Magier, Krieger und Schurke) befindet ihr euch in der Form von Hauptfigur Harkyn auf einem verschneiten Bergpass wieder. Vor euch liegt ein altes, zerfallenes Kloster. An eurer Seite wankt der schwerverletzte Mönch Kaslo, der euch auf eurer Reise begleitet. Das Kloster dient euch als Tutorial, um die Steuerung und die Kampfmechanik zu verinnerlichen, sowie den Schlüssel zur dahinterliegenden Burganlage zu finden. Denn Ersteres ist die Essenz des Spiels. Im weiteren Spielverlauf geht es ums Überleben, denn eure Gegner werden recht unterschiedliche Taktiken gegen euch einsetzen, um nicht als Erfahrungspunkte für das Konto eures Alter Egos zu enden. Im Kloster hilft noch die recht simple „Schildkröten-Taktik“. Schild hoch, auf den Feindangriff warten und zurückschlagen. Vorsicht und Nachsicht ist aber auch schon hier geboten, da eure Lebensleiste anderenfalls arg in Mitleidenschaft gezogen wird. Genauso wichtig wie eure Lebensenergie ist eine weitere Anzeige - eure Ausdauer. Jede Aktion die Harkyn ausführt, ist von körperlicher Anstrengung begleitet. Sei es das Abblocken eines wuchtigen Hiebes, eine seitliche Ausweichrolle oder der eigene möglichst kraftvolle Angriff. Alles kostet euch Ausdauer. Ist der Balken leer, steht ihr eurem Widersacher quasi schutzlos gegenüber und könnt mit dem Schmied eures Vertrauens schon mal einen Termin zum Ausbeulen eurer Rüstung vereinbaren. Abgesehen vom häufigen Ableben ist die Idee auch deshalb schlecht, da im Spiel der Schmied erst nach 4-5 Stunden auftaucht. Hat man die Grundmechaniken als Neuling also verinnerlicht, kommt man im Kloster schon ganz gut zurecht. Als Kenner der Souls-Reihe geht die Eingewöhnung einen ganzen Tacken schneller, da beide Kampfsysteme recht gleich sind. Austeilen könnt ihr per normalem und schwerem Angriff, per Druck auf den rechten Stick lässt sich ein Gegner fokussieren. In der Defensive könnt ihr per Hechtsprungrolle ausweichen oder euch hinter eurem Schild verbarrikadieren. Jede Klasse hat noch einige Zaubersprüche auf dem Kasten und später im Spiel findet ihr noch einen magischen Handschuh, mit dem ihr euren Feinden Geschosse um die Ohren feuern könnt. Die meisten Waffen und Rüstungen, sowie der Handschuh verfügen über Sockel, die ihr mit speziellen Runen füllen könnt. Mein Favorit ist die Giftrune, die über einen bestimmten Zeitpunkt nach einem Treffer permanent Schaden an eurem Widersacher verursacht. Das Kampfsystem ist jedoch der Knackpunkt des Spiels. Fans dieser Kampftechnik finden das gut und erfreuen sich an der realistischen Trägheit. Gelegenheitsspieler und ungeduldige „Hau-Drauf-Krieger“ werden sehr wahrscheinlich keinen Spaß damit haben. Ohne die Angriffsmuster der Feinde zu studieren und eure eigenen Angriffe darauf abzustimmen, besiegt ihr zwar eure Gegner, erleidet aber zu viel Schaden um es lebend zum nächsten Speicherpunkt zu schaffen.
 Autor:
Dominik Weber
Testbericht
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