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Killer Instinct

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 Spiel-Infos: Killer Instinct
Xbox Live Arcade - Killer Instinct Boxart Name: Killer Instinct (PAL)
Entwickler: Double Helix Games
Publisher: Microsoft Studios
Erhältlich seit: 22. November 2013
Genre: Beat 'em Up
Spieler: 1-2
Features:
Free2play
Ein Titel, der beim Launch von Microsofts neuem Flagschiff etwas untergegangen ist, stellt Killer Instinct dar. Durch die lange Abstinenz in der Welt der Zocker wurde die Ankündigung auf der E3 2013 von der Spielerschaft überwiegend mit Begeisterung aufgenommen. Das liegt am Glanz vergangener Tage. 1994 erschien im Zuge des Erfolgs von Mortal Kombat die erste Version von Killer Instinct in den Tiefen der Arcadespielhallen dieser Welt. Ein Jahr später, 1995, debütierte der Titel schließlich auch in den eigenen vier Wänden schlagfreudiger Menschen auf dem SNES. 1997 kam auf dem Nintendo 64 der bisher einzige Nachfolger und bis dato letzte Teil der Serie. Dass ein Spiel exklusiv auf Nintendos „Familienkonsolen“ mit Blut, Klopperei und Finishing Moves erscheint, würde heute wohl locker als Aprilscherz durchgehen.

Die Rückkehr von Killer Instinct
16 lange Jahre mussten Fans sich also gedulden, das toppt sogar den Duke, was die Wartezeit betrifft. Respekt! Auf der E3 2013 dann jedoch die Überraschung: Killer Instinct meldete sich als Exklusivtitel für die Xbox One zurück! Der Titel schaffte es allerdings lediglich als Download ins nicht vorhandene Händlerregal, obwohl eine Retail-Version wahrscheinlich besser bei den Fans der Reihe angekommen wäre. Beim Marketing hagelte es (wie im Spiel Schläge und Tritte) massig Videos und Bilder. Die kleine aber feine Kämpferauswahl bietet für jeden Geschmack etwas, da die Kämpferriege angenehm variationsreich ausfällt, auch wenn sich Veteranen sicher heimischer fühlen werden, als Neulinge. Vom „klassischen“ Kampfmönch Jago, über den Werwolf Sabrewulf bis zum hünenhaften und mit einer Tomahawk bewaffneten Thunder stehen einige der beliebtesten Kämpfer vergangener Tage auch heute wieder in der Arena. Und dort geht es ordentlich, jedoch nicht ganz so ordentlich wie in vergangenen Tagen, zur Sache.

Auf Finishing Moves sowie übermäßige Brutalität hat Entwickler Double Helix dieses Mal verzichtet und stattdessen einen Instinct-Mode hinzugefügt. Dieser füllt sich durch Aktionen im Kampf auf und aktiviert Charakter-spezifische Fähigkeiten. Das Kampfsystem zeigt sich sonst, wie bereits bei den Vorgängern, äußerst Kombo-lastig und die frei wählbare Tastenbelegung kommt eher klassisch daher. Je eine leichte, mittlere und harte Version von Tritten und Schlägen belegen sechs Knöpfe eurer Wahl. Auf die restlichen zwei Tasten legt man zum Beispiel Würfe, für die man sonst zwei Tasten zur selben Zeit drücken müsste. Wer die aktuelleren Beat 'em Ups kennt, der weiß vermutlich ohnehin schon was einen in etwa erwartet. Das Move-Repertoire sollte Prügel-Fans auch nicht besonders überraschen, von der „halben Drehung nach vorne – Punch“ (Stichwort Feuerball) hat es jeder gängige Move des Genres ins Spiel geschafft. Im Gegensatz zum Story-Modus, der bislang nicht nur vernachlässigt, sondern gleich ganz weggelassen wurde. Auch wenn eine Geschichte für Prügler eher zweitrangig ist, fehlt so für reine Solospieler die Motivation. Laut Entwickler soll dieser Modus allerdings nachgereicht werden. An verschiedenen Modi sind also „Arcade“, „Versus“, „Survival“ und „Training“ mit an Bord. Hervorzuheben ist hier am ehesten das Trainings-Dojo. Hier steht das spielende Lernen auf dem virtuellen Stundenplan. Von den Grundlagen bis hin zur Fokus-Ultra Combo-Attacke wird einem in diesem Tutorial alles haargenau erklärt. Der Computer spielt es einmal vor und ihr müsst es in der Regel dreimal erfolgreich wiederholen – Stage geschafft.
 Autor:
Dominik Weber
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