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FIFA 14 (PS4)

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 Spiel-Infos: FIFA 14 (PS4)
FIFA 14 Boxart Name: FIFA 14 (PS4) (PAL)
Entwickler: Electronic Arts Canada
Publisher: EA Sports
Erhältlich seit: 22. November 2013
Genre: Sport - Fussball
Spieler: 1-22
Features:
keine

Dieser Test basiert auf der PlayStation 4-Version. Kleinere Abweichungen im Vergleich zur entsprechenden Xbox One-Fassung sind deshalb nicht völlig ausgeschlossen. 

       
Kleinkinder brauchen für den ihrer Ansicht nach perfekten Fußball nur eine einzige Sache: den Ball. Platzprobleme waren irrelevant, kaputte Vasen und Fensterscheiben, sowie genervte Eltern waren in Kauf genommene Kollateralschäden. Videospieler nehmen für den ihrer Ansicht nach perfekten Fußball lediglich Kollateralschäden für ihren Geldbeutel in Kauf, denn alljährlich versuchen sich die beiden Genre-Größen Konami und Electronic Arts an ihrer eigenen Simulation des Rasensports und versuchen dabei im Wettstreit der „Perfektion“ ihres Spiels immer näher zu kommen. Dieses Jahr gaben die Umstände EA Sports eine ungeahnte Chance im direkten Duell gegen die Konkurrenz. Man darf zwei verschiedene Versionen von FIFA 14 in zwei unterschiedlichen Konsolengenerationen dem Videospieler und Fußballfan präsentieren. Bereits vor wenigen Wochen durften wir Hand an die Fußballsimulation für PlayStation 3 und Xbox 360 legen und konnten Entwarnung an alle geben, die ein blankes Kaderupdate befürchtet haben. Jetzt lag uns FIFA 14 für PlayStation 4 und Xbox One vor und zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit testeten wir EA Sports große Sportsimulation. Dieses Mal allerdings mit einem lachendem und einem weinenden Auge zugleich.

Anpfiff zur nächsten Generation des virtuellen Fußballs
Fußball kann sich, wie eigentlich nahezu jede traditionelle Sportart, nicht neu erfinden – ein Problem, dem die Entwickler alljährlich ins Auge blicken müssen. Nur selten konnte die FIFA-Serie einen Sprung machen wie einst von 11 auf 12, als die Player Impact Engine das Spiel in seinem Kern auf den Kopf stellte. Beim damaligen Konsolensprung zwischen FIFA 07 und 08 justierte man nur Feinheiten. Details, wie man sie auch bei FIFA 14 für PlayStation 3 und Xbox 360 erblicken kann. Als Launch-Titel der beiden NextGen-Konsolen ist der neueste Ableger der Fußballserie allerdings vielmehr ein vollkommen neues Fußballspiel geworden.
Nur wenige Jahre nach der Player Impact Engine hat sich EA bei ihrem Generationswechsel erneut für eine vollkommen neue Engine entschieden, die allen EA Sports-Titeln ab dieser Konsolengeneration zugrunde liegt. Bei FIFA 14 sorgt diese für noch authentischere Bewegungen, das Repertoire an Animationen hat sich, vor allem beim Torhüter, enorm gesteigert. Dazu kommt das bereits in der anderen Version verwendete Pure Shot-Feature, welches die Ballphysik auf ein neues Level angehoben hat. Auch an der KI der eigenen Mitspieler und der Gegner wurde geschraubt, vor allem taktisch scheinen die Akteure auf dem Platz eine Schippe zugelegt zu haben. Freie Räume werden von den offensiven Spielern gesucht, der ballführende Spieler im richtigen Augenblick von den Verteidigern attackiert. Und dennoch – FIFA 14 für PlayStation 4 und Xbox One spielt sich schneller und direkter als seine Vorgänger und sein Äquivalent der vorherigen Generation, ohne dabei den Realismus zu vernachlässigen und macht vor allem eines: viel Spaß!

Großen Anteil daran hat eine Änderung, die Electronic Arts seit Jahren vor sich hergeschoben hat. Jedes Jahr mussten wir auf ein Neues den Anblick stark verpixelter 2D-Kameraden auf den Zuschauertribünen ertragen. Da verhalf auch das mit FIFA 11 eingeführte Einfügen eigener Fangesänge wenig, echte Fußballstimmung kam nur vereinzelt auf. Dieses Feature fehlt nun zwar, dafür überarbeiteten die Entwickler das Aussehen und die generelle Stimmung innerhalb des Stadions. Living Worlds nennt sich dieses neue Element in FIFA 14 für die NextGen. Dabei handelt es sich nicht nur um eine grafische Aufpolierung des Publikums, sondern auch deren optische und akustische Interaktion mit dem Geschehen auf dem Rasen. In der Kamera-Totalen sehen die Fans auf der Tribüne lebendiger aus, als jemals zuvor und wenn die Heimmannschaft im Rückstand liegt wird das eigene Team nach vorne gepeitscht oder der Gegner im Ballbesitz ausgepfiffen. Dazu kommen mehr Animationen der Spieler abseits des Spiels, sei es der Ärger über eine verpasste Torchance oder das Fordern eines Balles vom Balljungen.
 Autor:
Sascha P. Ritter
Testbericht
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