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Far Cry Primal (PS4)

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Im Kampfgeschehen sticht besonders ins Auge, dass Ubisoft Montreal viel Arbeit in Trefferzonen und Körperphysik gesteckt haben. Treffen wir einen Gegner nicht vollständig, schürfen wir ihm nur die Haut auf oder fügen ihm kleine Wunden zu. Mit einem gezielten Schuss auf den Hals, können wir jedoch die Kehle durchbohren und finden das Resultat auch sichtbar auf der Leiche wieder. Da fast alle Einwohner mit freiem Oberkörper kämpfen, können wir die Intensität des Kampfes ziemlich detailgetreu auf den Körpern bestaunen. Beobachtet doch am Besten mal selbst, welche Abdrücke sich auf dem Gesicht eines Gegners nach einem gezielten Schlag mit dem Knüppel breit machen.
 
Der Meister der Bestien
Doch genug von den Waffen der Steinzeit – wir haben es ja bereits erwähnt, dass wir in die Rolle des ersten Bestienzähmers überhaupt geschlüpft sind. Diese Fähigkeit wollen wir natürlich auch nutzen, um mit diesen tierischen Verbündeten Oros im Sturm zu erobern. Prinzipiell können wir jedes Raubtier, das uns auf unserer Reise begegnet, zähmen und anschließend rufen wenn es gebraucht wird. Die "Zähmung" an sich ist ein sehr interessantes Schauspiel: wir suchen das gewünschte Raubtier bewaffnet mit einem Filetstück Fleisch auf und werfen es dem Tier vor die Nase. Dieses möchte uns zunächst noch mit fletschenden Zähnen an den Lendenschurz, doch dank Takkars besonderer Gabe liegt es schon gleich schnurrend vor uns und geht direkt auf Schmusekurs. Als potentielle Gefährten hat die Tierwelt vom Rothund bis hin zum Säbelzahntiger einiges zu bieten. Hierbei verfügt jedes Raubtier über einzigartige Fähigkeiten, welche den Spieler individuell bei seinen Aufgaben unterstützen kann. So warnen Wölfe uns beispielsweise vor Gefahren in der Umgebung, Säbelzahntiger sammeln Ressourcen nach Tötungen, Jaguare schlagen aus dem Verborgenen zu und Bären zerstören alles, was ihnen in die Quere kommt. Wer in Far Cry 4 die Bekanntschaft mit den gefürchteten Honigdachsen gemacht hat, wird sich vielleicht darauf freuen, dass auch diese in Primal gezähmt werden können. Glücklicherweise dienen die größeren gezähmten Raubtiere, wie z.B. der Säbelzahntiger im weiteren Spielverlauf als Fortbewegungsmittel und helfen uns beim Erkunden der Spielwelt.
Des Jägers Spürnase 
Um das Aufspüren der Raubtiere zu erleichtern, wurde Takkar mit einem Jägerblick ausgestattet. Dieser ähnelt sehr dem bereits bekannten Katzensinn aus The Witcher 3 oder dem Adlerauge aus Assassins Creed. Mittels des Jägersinns können wir Tiere leichter aufspüren oder Fährten verfolgen. Sammelbare Gegenstände, Tiere und Menschen werden beispielsweise in gelb dargestellt. Fußspuren, Fährten und Hinweise, welche zum Erfüllen einer Quest dienen, werden in rot dargestellt. Außerdem ist es durch diese Fähigkeit möglich, seltene Tierarten zu jagen, da diese im Jägerblick-Modus einen gelben Rauch hinter sich herziehen. Leider beendet sich der Blickmodus nach einer gewissen Zeit von selbst und muss manuell erneut aufgerufen werden. Besser wäre es hier gewesen, wenn man diesen manuell ein- und auch wieder ausschalten könnte.
 
Bevor wir jedoch in den Genuss des Bestienzähmens kommen, werden wir zunächst Bekanntschaft mit den Vorzügen der Eule machen. Diese ist das erste Tier, das uns auf unserer Reise begleitet und unterstützt. Wir können sie über das Gebiet des Feindes fliegen lassen, um die Positionen der feindlichen Wachposten auszukundschaften und unseren Angriff vorzubereiten. Außerdem kann man ihr beibringen, sich direkt aus der Luft auf einen menschlichen Gegner zu stürzen und ihn so auszunocken. Später ist es sogar möglich mittels der Eule selbst hergestellte Bomben auf die Gegner zu werfen und so für eine böse Überraschung aus der Luft zu sorgen.
 Autor:
Jennifer Reichel
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