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Dragon Age: Inquisition (PS4)

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 Spiel-Infos: Dragon Age: Inquisition (PS4)
Dragon Age: Inquisition Boxart Name: Dragon Age: Inquisition (PS4) (PAL)
Entwickler: BioWare
Publisher: Electronic Arts
Erhältlich seit: 20. November 2014
Genre: Rollenspiel
Spieler: 1-4
Features:
Dragon Age Keep

Dieser Test basiert auf der PlayStation 4-Version von Dragon Age: Inquisition. Kleinere Abweichungen im Vergleich zur entsprechenden Xbox One-Fassung sind deshalb nicht völlig ausgeschlossen. 

Wir schreiben das Jahr 2011: BioWare veröffentlicht das bei Kritikern und Spielern umstrittene Dragon Age II. Viele Rollenspielelemente wurden ersatzlos gestrichen, die Story wirkte halbgar und ließ sich kaum mit dem gefeierten Vorgänger verknüpfen. Acht Monate später folgte dann der Dolchstoß ins Herz von BioWare. Die Konkurrenz setzte mit Skyrim einen Meilenstein und beeinflusste fortan das Genre der westlichen Rollenspiele. Es verwundert kaum, dass BioWare den Fans Besserung und damit einhergehend ein Ausmerzen der offenkundigen Defizite versprach, zumal das Grundgerüst von Dragon Age viel Potential beherbergt und gerade in Sachen Story ein Maßstab erster Güte war. Nun, nach fast vierjähriger Abstinenz, nimmt BioWare den Fehdehandschuh auf, den Bethesda hinwarf und will alle Beteiligten überzeugen, dass man aus den eigenen Fehlern gelernt hat. Ob dies mit Dragon Age: Inqusition wirklich gelang oder es eher ein Sturm im Wasserglas wurde, wollen wir euch näher bringen.
 
Was bisher geschah
Graue Wächter, Morrigan, Ferelden, Varric, dunkle Brut, Andraste, Orlais, die tiefen Wege? Alles haben wir schon einmal gehört und doch fragen wir uns, was eigentlich bisher in Dragon Age geschah. Kaum einer wird die gut 100 Stunden Spielzeit von Story-Hauptsträngen und Nebengeschichten noch komplett parat haben, zumal schon im ersten Ableger der Dragon Age-Reihe mehrere Entscheidungen euch eine Art zweiten Weg bescherten. Wie praktisch, dass euch Dragon Age Keep die Möglichkeit gibt alles noch einmal Revue passieren zu lassen. Auf der eigens für Dragon Age: Inquisition erstellten Seite, könnt ihr sämtliche Ereignisse aus den beiden ersten Teilen - samt DLCs - nachbilden. Falls ihr eure Entscheidungen nicht mehr im Kopf habt oder euch manche Charaktere neu vorkommen, klärt euch ein kurzes Wiki über die einzelnen Elemente auf. Dabei werdet ihr auf eventuelle Widersprüche hingewiesen und erstellt so die präferierte Vorgeschichte. Am Ende der leicht arbeitsintensiven Konstruktion werdet ihr mit einen Video belohnt, welches eure Heldensage verbildlicht und euch auch auf das neueste Abenteuer einstimmt. Der kleine Exkurs dient aber nicht nur dazu euer Gedächtnis aufzufrischen, sondern gibt euch auch die Möglichkeit eure Vorgeschichte in Dragon Age: Inqusition zu exportieren und die Geschichte des dritten Teils zu beeinflussen. Solltet ihr beispielsweise die Asche entweiht und anschließend Leliana getötet haben, steht sie euch im dritten Teil der Dragon Age Saga nicht mehr zu Verfügung. Generell werdet ihr viele bekannte Gesichter wiedersehen und manches Déjà-vu haben, wenn ihr ein weiteres Mal auszieht, um Ferelden zu retten.
Hast du ein Mal an der Hand, hast du ein Mal an der Hand
Nichts pointiert eure Situation so genau wie Abwandlung des wohl berühmtesten Zitats von Andreas Brehme. Gerade noch seid ihr einer Horde Feinde knapp entronnen, um nun gefangen und verhört zu werden. Wie in RPGs üblich tretet ihr in die Fußstapfen des unbekannten Heldens, der genauso wenig weiß wie ihr. Im Gegensatz zum Protagonisten wisst ihr wenigstens, wer euer Verhör leitet: Cassandra, bekannt aus Dragon Age II, probiert euch einige Infos aus dem Munde zu leiern. Anstatt aber in der Retrospektive zu verweilen, zieht ihr zu zweit los um Antworten zu finden. Ungewöhnliche, große Risse überziehen die Welt und bedrohen den Frieden. Wie praktisch, dass euer Mal zum Einsatz kommt, um diese zu schließen. Als Held wider Willen seid ihr der Schlüssel auf die Frage, aber welche Frage überhaupt? In einem unverwechselbaren, vielschichtigen Erzählstil lässt euch BioWare auch diesmal nicht im Dunkeln. Euer Wissen wird nach und nach erspielt und so mancher Twist ist unvorhersehbar. Ohne etwas vorweggreifen zu wollen, bleibt das Story-Telling stark, wird selten platt und nie kompliziert. Ihr wachst mit der Geschichte und abseits der Haupthandlung gibt es viel zu tun. Zum Glück seid ihr nicht alleine und könnt auf tapfere Gefährten zurückgreifen.
 Autor:
Patrick Stahlschmidt
Testbericht
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Leserwertung:
7.1