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Battlefield: Hardline

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Das Suchen und Sammeln von Beweisstücken ist eine weitere Auflockerung des Gameplays. Mendoza verfügt über einen hochmodernen Scanner und kann damit die Orte nach besonderen Beweisstücken absuchen. Wenn euer Pad kurz vibriert solltet ihr in der Nähe eines solchen Objekts sein. Spielerische Relevanz hat das Sammeln nicht. Neben den Erfahrungspunkten für euren Experten-Rang verstecken sich hinter den Hinweisen lediglich nebenläufige Informationen, die man sich ansehen und anhören kann. Die Suche ist nicht sehr anspruchsvoll, weil euch der Scanner metergenau angibt, wo das nächste Fundstück versteckt ist. Habt ihr über mehrere Episoden alle Beweise gesammelt, gilt der Fall als abgeschlossen. Die Geschichte rund um Nick Mendoza gestaltet sich insgesamt angenehm abwechslungsreich und bietet einige Überraschungen sowie gute Ideen des Story-Telling. So gibt es zahlreiche Wendung und einige interessante Zeitsprünge in der Erzählweise. Insgesamt reißt die Story jedoch keine Bäume aus, ist unterm Strich unterhaltsam genug, um nicht als schlecht deklariert zu werden. Technisch muss sich Visceral Games allerdings Kritik gefallen lassen. So ist die Optik des Titels nicht auf dem Niveau aktueller Spieleentwicklungen. Während die Framerate stabil bleibt, sind die Texturen teilweise lieblos und detailarm. Grafik-Fetischisten werden bei Hardline also keine Luftsprünge machen. Dafür ist die Vertonung - wie bei allen Battlefield-Episoden - sehr gelungen. Schussgeräusche, Explosionen und auch die Synchronisation ist wieder auf einem hohen Level.
Online geht die Post ab!
Als Herzstück wird von den meisten Battlefield-Käufern immer der Multiplayer-Teil des Spiels angesehen. Zuletzt geriet dieser bei Fans und Kennern etwas in Kritik. Zu wenig Neuheiten, Startschwierigkeiten auf den Konsolen-Servern, wenig Abwechslung und eben etwas innovationslos waren einige der viele Kritikpunkte am Online-Part von Battlefield 4. Visceral Games stellte sich der Aufgabe und sorgt jetzt neben dem Setting auch bei den Online-Matches für ordentlich Abwechslung. Aber auch hier brauchen Freunde der Battlefield-Franchise nicht gleich in Panik zu verfallen. Da sich Battlefield Hardline so anfühlt, wie sich ein Battlefield anfühlen muss, werdet ihr euch direkt heimisch fühlen. Ihr werdet vielleicht Schützenpanzer, Flakgeschütze und Kampfjets vermissen, aber zum Glück blieben die Schusswechsel zu Fuß der Battlefield-Linie treu und wirken vertraut wie eh und je. Visceral Games stand vor der schwierigen Aufgabe den Fans neue Spielmodi zu liefern, ohne die Seele von Battlefield dafür zu opfern. Diese konnten sie meiner Meinung nach auch ganz gut meistern. Puristen und Fans von pseudo-realen Schlachten werden vielleicht mit Hot Wire etwas hadern, da dieser Modus tatsächlich von der Logik her ein wenig albern ist. Der Rest der Neuheiten sollte aber passen. Hot Wire ist eine dynamische Version von „Eroberung“. Bei Hardline müssen keine Fahnen, sondern Vehikel erobert werden. An bestimmten Punkten der Karte tauchen die Flitzer auf und können von allen Spielern verwendet werden. Bringt ihr die Schlitten nun auf eine sehr hohe Geschwindigkeit, bekommt euer Team Punkte und die Gegner verlieren Tickets. Jeder, der kein Fahrzeug abbekommen hat, geht folglich auf die Jagd nach den gegnerisch besetzten PS-Monstern, um sie auf den Schrott zu schicken. Wird einer der fahrbaren Untersätze zerstört, erscheint ein Neuer auf der Karte und wartet auf seinen Einsatz als mobiler Eroberungspunkt. Rasante Fahrten, gepaart mit Schießeinlagen – Spielerherz, was willst du mehr?

Bei Blood Money haben beide Seiten einen Tresor zu verteidigen. In der Mitte der Karte wartet eine große Palette Geld zur Abholung. Ziel der Polizei ist es, dieses Drogengeld in ihre Basis zu schaffen und als Beweismittel zu sichern. Die Verbrecher müssen das Geld ebenfalls in ihre Basis schleppen, wollen es aber lieber für die schönen Dinge des Lebens verprassen. Doch hier ist Taktik gefragt: Seid ihr mit Geld unterwegs und werdet abgeschossen, kann sich jemand anderes eure Scheinchen unter den Nagel reißen und in seine Basis bringen. Die Tresore auf beiden Seiten sind übrigens auch nicht abgeschlossen. Ihr könnt der Gegenseite demnach auch eine gewisse Menge Geld wieder abziehen. Ein paar Spieler sollten sich also bereit erklären die eigenen Bestände zu sichern. Logischerweise geht in der Mitte der Karte, wo die Geldpalette positioniert ist, permanent die Post ab. Am Ende geht das Team als Sieger vom Feld, welches das meiste Geld „erwirtschaftet“ hat. Bei Überfall sollen die Verbrecher Wertsachen aus überfallenen Transportern wie Zügen oder Flugzeugen schaffen. Dazu müssen sie zuerst eine Sprengladung am Objekt befestigen und danach eine von zwei Taschen zu einem Fluchtpunkt transportieren. Die Gesetzeshüter wollen diese Aktion verhindern. Haben die Bad Guys keine Tickets mehr oder läuft die Zeit ab, gewinnen die Cops. Gelingt der Überfall ist es selbstverständlich umgekehrt. Wie ihr seht wurde der Rush-Modus ersetzt, aber zum Glück gibt es neben Hot Wire noch die klassische Eroberung auf kleinen und großen Karten.
 Autor:
Dominik Weber
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