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Alien: Isolation

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 Spiel-Infos: Alien: Isolation
Alien: Isolation Boxart Name: Alien: Isolation (PAL)
Entwickler: Creative Assembly
Publisher: Sega
Erhältlich seit: 07. Oktober 2014
Genre: Action - Survival Horror
Spieler: 1
Features:
keine
Jeder SciFi-Fan kennt den Spruch: "Im Weltall hört dich niemand schreien". Diese These könnte man zwar mit physikalischen Gesetzen belegen, doch Sega findet mit Alien: Isolation eine Ausnahme zur Regel. Denn auf der Sevastopol-Station lauert ein Xenomorph, das eure Angst völlig ausnutzt und den Spieler unaufhörlich verfolgt. In diesem Spiel müsst ihr vergessen, was euch eure Gaming-Karriere gelehrt hat: Hier werdet IHR gejagt. Da das Profil des durchschnittlichen GU-Redakteurs auch absolute Furchtlosigkeit nennt, habe ich mich auf das Katz-und-Maus-Spiel eingelassen. Ob ich den Ausflug ins All bereue?

Ihr Name ist Ripley
Ende der 70er Jahre erschien Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt in deutschen Kinos und prägte ein ganzes Genre maßgeblich. Ellen Ripley, Offizier der Nostromo, schlummerte eigentlich schon gemütlich in Stasis auf dem Weg nach Hause, als die Reise unterbrochen wurde. Ein aufgeschnappter Hilferuf, dem die Crew nachgehen musste, sorgte dafür, dass es noch länger dauern würde, bis sie ihre Tochter Amanda wieder in die Arme schließen kann. Die Begegnung mit dem tödlichen Xenomorph resultierte schließlich in einer Jahrzehnte dauernden Irrfahrt durch die Weiten des Alls. Alien: Isolation schließt an die Ereignisse dieses Kinoklassikers an und versetzt euch in die Rolle von eben jener Tochter, die sich nach dem mysteriösen Verschwinden der Mutter auf die Suche nach ihr macht. Als erwachsene Frau bietet sich ihr endlich die Chance auf eine Spur, denn auf der Sevastopol-Station soll der Flugschreiber der Nostromo geborgen worden sein. Voller Hoffnung macht sie sich auf den Weg, nichtsahnend, dass sich noch etwas anderes an Bord geschlichen hat...
Nicht nur die Story dürfte bei Fans des Alien-Franchise für feuchte Augen sorgen. Das gesamte Design des Spiels begegnet der Vorlage mit Respekt. Auf den ersten Blick erkennt man, dass die Entwickler ihr Bestes gegeben haben, um den ikonischen "Low-Fi-Stil" einzufangen. Die Gänge der Raumstation sind mit weißem Plastik ausgestattet, Dampfschwaden gleiten am Boden entlang und die Monitore flackern vor sich hin. Optik, sowie das authentische Sounddesign versetzen den Spieler gleich in Ridley Scotts Universum. Dazu passt auch der körnige Filter, welcher optional über dem Geschehen liegt und dem Spiel den Look einer alten VHS-Kassette verpasst. Keine Frage, kaum ein Spiel ist der Vorlage so treu wie Alien: Isolation. Schade ist allerdings, dass all der detailverliebten optischen Pracht wirklich extreme Ruckler entgegenstehen. Die von mir getestete Xbox One-Version weist immer wieder deutliche Unterbrechungen der Bildrate auf, die selbst die unempfindlichsten Spieler aus der eigentlich so dichten Atmosphäre herausreißen werden. Das ist besonders schade, da der gemächliche Anfang des Spiels beweist, wie viel Wert die Entwickler eigentlich darauf legen, den Spieler komplett in diese schreckliche Situation zu versetzen.
 Autor:
Robert Stotzem
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
9.5