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In der Xbox-Gerüchteküche

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In diesem Jahr wird die nächste Konsolengeneration Einzug in unser aller Videospielleben nehmen. Neben Sony, die ihre PlayStation 4 bereits im Februar offiziell machten, wird nun an diesem 21. Mai 2013 der große Konkurrent Microsoft nachziehen und ihre Next-Gen-Konsole präsentieren. Wir wollen versuchen, euch einen kurzen Überblick darüber zu verschaffen, was die letzten Jahre an Gerüchten über die Nextbox im Umlauf war.

Der Name
Nextbox...oder doch lieber Durango? Oder Xbox 720? Oder Xbox 8? Viele Namen machten die Runde und auch jetzt, wenige Stunden vor dem großen Event in Redmond (Bundesstaat Washington), gibt es kaum konkrete Informationen, wie Microsofts neue Konsole genannt werden will.

Hinter den Kulissen läuft die Konsole unter dem Codenamen Durango. Da solche internen Codenamen zumeist nicht den finalen Namen darstellen (andere Beispiele wären Orbis -> PlayStation 4, Katana -> Dreamcast oder Dolphin -> GameCube), werden wir morgen wohl mit einem anderen Titel der nächsten Xbox leben müssen.
 
Kurzzeitig wurde spekuliert, ob Microsoft den Namen Xbox 8 nehmen würde, um damit eine Verknüpfung zu ihrem neuen Computerbetriebssystem Windows 8 zu schaffen. Aus dieser Ecke dürfen wir wohl auch den spekulierten Namen Xbox Infinity greifen, der erst kürzlich durch die International Buisness Times neues Futter erhielt. So sei die umgedrehte Acht , das Zeichen für Unendlichkeit, eben jene Verknüpfung beider Microsoft-Produkte.
 
Nur einer der möglichen Markennamen der kommenden Xbox
 
Aus eben jenem Logo spekulierte kürzlich fusible.com, dass auch der Name Xbox Fusion möglich wäre. Grund: Nicht nur etliche Forenbeiträge in diversen offiziellen Foren deuten darauf hin, auch die Tatsache, dass sich Microsoft Internet-Domains (wie xboxfusion.info) mit eben diesem Namen sicherte, macht den neuen Namen wahrscheinlich. Darüber hinaus sind die Domains, die auf Infinity, Infinite, 720 oder Durango hinweisen würden, NICHT im Besitz der Microsoft Corp.
 
Die Hardware
Während bereits wenige Wochen vor Sonys großer Enthüllungsshow schon der künftige Controller im Internet kursierte, gibt es kaum Informationen zum Controller der Xbox Fusion/Infinity. Es soll eine Weiterentwicklung sein, dennoch seien die bisherigen Pads, die für die Xbox 360 verwendet werden, nicht kompatibel sein. Interessanter gestalten sich da die Gerüchte rund um das neue Kinect 2.0. Microsofts eigener Versuch, Bewegungssteuerung ohne dazu notwendigen Controller wie die WiiMote oder PlayStation Move, wurde zwiegespalten aufgenommen. Nun soll laut unseren amerikanischen Kollegen von der Kotaku Kinect direkt in die Konsole integriert sein oder zumindest erforderlich dafür sein, dass die Konsole bzw. das Benutzerinterface überhaupt läuft.

Eine der interessantesten Hardware-Gerüchte drehten sich lange Zeit um Oban. 2011 machte dieser Name eines spezifischen Nextbox-Chips die Runde, welcher von IBM entwickelt werden sollte. Dieser Prozessor mit 32nm-Architektur vereinigt laut den Gerüchten einen PowerPC CPU mit einer modifizierten Variante der 7000er GPUs unter dem Namen ATI Southern Islands. Acht Kerne mit einer Leistung von 1,6 GHz und einem 800 MHz Grafikprozessor sollen laut Kotaku ebenso in der Xbox möglich sein wie der 8GB DDR3-Ram Arbeitsspeicher. Wenn sich Letzteres bewahrheitet, würde sich der Konkurrent bezüglich des Arbeitsspeichers deutlich absetzen. Wie halt bei den meisten Gerüchten heißt es aber selbstverständlich "ohne Gewähr". Kurzzeitig gab es nämlich auch Gerüchte, dass wir sogar einen Prozessor mit 16 Kernen serviert bekommen. Was genau auf uns zukommt, werden wir dann wohl erst im Verlauf des heutigen Tages zu sehen bekommen.
 
Wahrscheinlicher ist dagegen, dass Fusion/Infinity mit einer Festplatte von etwa 500 GB Kapazität, eingebautem Wi-Fi und mit einem Blu-ray-Laufwerk ausgestattet sein dürfte.
 
Gebrauchtspiele-Sperre und Online-Zwang
Publishern und Entwicklern ist seit jeher der Gebrauchtspielemarkt ein Dorn im Auge. Kein Wunder also, dass Gedankenspiele vollführt werden, um den Spieler an den Kauf einer Neuversion von Spiel xy zu binden. Das wohl brisanteste Thema in den vergangenen Monaten war der befürchtete Online-Zwang und der Name Adam Orth wird wohl noch einige Zeit den Zockern im Gedächtnis bleiben. Der ehemalige Creative Director von Microsoft verteidigte auf seinem Twitter-Account vehement die Always-online-Technologie und reagierte teilweise recht überheblich auf die Reaktionen. Auch sein Arbeitgeber reagierte und entließ den Mann, der wahrscheinlich damit inoffiziell verraten hatte, was Microsofts Zukunftspläne sein könnten. Mittlerweile brodelt in eben diesem Topf der Gerüchteküche, dass besagter Online-Zwang nicht von Microsoft ausgeht, sondern den Entwicklern freigestellt sei, ob ihr Spiel über einen solchen Zwang verfügt.
 
Eine andere Methode, um den Gebrauchtspielemarkt zu bekämpfen, ist die Verknüpfung des Benutzerkontos mit der jeweiligen Disc des Spieles. Inwieweit das Feature aber Einzug in die Next-Gen erhält, bleibt fraglich. Dasselbe System rumorte bereits vor der Ankündigung der PlayStation 4 durch die Hallen der Gerüchteküche, entpuppte sich dort aber als Luftblase.

Illumi-Room
Nintendos Wii U wollte mit einem Bildschirm im Controller punkten, Sonys PlayStation 4 wird versuchen sich mit einem ausgebauten Streamingservice von der Konkurrenz abzusetzen - da täte der neuen Xbox durchaus eine eigene, technische Spielerei gut. Vielleicht ist die Illumi-Technologie DAS Alleinstellungsmerkmal von Fusion/Infinity. Vertraut man den Gerüchten, soll diese Technik, die mithilfe eines Projektors eine virtuelle Erweiterung des Spielbildschirms rund um euren Fernseher kreiert zu den zukünftigen Features der neuen Xbox zählen. Wir lassen an dieser Stelle einfach den kurzen Teaser von Microsoft auf euch wirken:
 


Der Release
Sehr wahrscheinlich werden Videospieler Ende diesen Jahres voll auf ihre Kosten kommen und tief in die Tasche greifen müssen, denn aktuell heißt es, dass auch die neue Xbox, genau wie die PlayStation 4, zum Weihnachtsgeschäft 2013 im Handel stehen soll. Verbunden mit einer Xbox Live Gold-Mitgliedschaft soll Microsofts Next-Gen allerdings die sicherlich kostengünstigere Alternative darstellen. 299€ soll die neue Xbox nämlich mit einer solchen Mitgliedschaft kosten, so wird derzeit gemunkelt, einen Zeitrahmen gibt es allerdings noch nicht. Wer lieber unabhängiger sein will kann sich angeblich auch für 499€ ohne eine Mitgliedschaft bei Xbox Live bereits Ende diesen Jahres die nächste Generation ins Regal stellen.

Die Spiele
Butter bei die Fische - einige Spiele, die bereits jetzt für Sonys Konsole angekündigt sind, werden mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch auf der Fusion/Infinity Einzug erhalten. Typische Multiplattform-Titel wie Assassin´s Creed IV: Black Flag oder Fifa 14 sind selbstverständlich mit an Bord. Und über Call of Duty: Ghosts brauchen wir uns eigentlich auch nicht zu unterhalten, dieses wird auf dem Xbox-Event eh offenbart werden. Ob auch Destiny, das neuste Projekt der Halo-Macher und somit eigentlich Exklusiv-Entwickler für Microsoft, oder die anderen für PlayStation 4 angekündigten Titel wie The Witcher 3, Thief oder The Evil Within Kurs auf die neue Xbox nehmen werden, wird sich wahrscheinlich erst zur E3 wirklich aufklären.
 Autor:
Sascha P. Ritter
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