Xbox One » Xbox One Editorials » Need for Speed: Reboot des Always-Online-Wahnsinns

Need for Speed: Reboot des Always-Online-Wahnsinns

-> Drucken -> kommentieren
Electronic Arts hat am heutigen Tage einmal mehr einen großen Schritt in Richtung Kunden-Feindlichkeit getan. Konnten wir das Unternehmen am gestrigen Tage noch für seinen Schritt zur Inklusion weiblicher Spieler in Fifa 16 loben, so müssen wir heute eine ernste Rüge erteilen. Denn heute hat EA über Twitter bekannt gegeben, dass das neue Need for Speed mit dem Titel Need for Speed eine Online-Verbindung verlangen wird, um das Spiel spielen zu können – selbstverständlich betont das US-Unternehmen umgehend, dass die Intentionen positiv seien und behauptet via Twitter, die Vorzüge dieses Zwangssystems seien „nett“. Mehr Abwechslungsreichtum und eine lohnendere Erfahrung mit Freunden seien die Folge.

Gleichwohl, so betont EA unter seinem @NeedforSpeed-Handle, solle es weiterhin einen Einzelspielermodus geben, wir sprechen hier also nicht von einem Multiplayer-Only-Spiel, sondern ausdrücklich von einem Spiel mit Einzelspieler-Modus und Online-Zwang. Zugegeben, dieser Zwang kommt nach den letzten beiden Teilen der Reihe nicht überraschend, denn EA hat insbesondere bei Need for Speed: Most Wanted (wir sprechen hier von dem neueren Spiel dieses Namens…) den Spieler schon sehr nachdrücklich dazu aufgefordert, online zu spielen, vor jedem Spielstart zunächst nach einer Serververbindung gesucht und obendrein die Pausefunktion für eine bessere Interaktion mit der Online-Welt eingespart – wohlgemerkt auch offline. Da mag der Schritt zum Online-Zwang nicht mehr allzu sehr überraschen.

Dass ein solches Vorgehen dennoch unsäglich ist, das haben wir in der Vergangenheit bereits ausgiebig thematisiert. Wir erinnern an unser Editorial zum geplanten Online-Zwang der Xbox One, die planmäßig für jedes Spiel eine regelmäßige, wenngleich nicht durchgehende Online-Verbindung verlangt hat. Alle Nachteile dieses Systems, die natürlich ausschließlich die zahlenden Spieler treffen, kommen auch im Falle Need for Speed zum Tragen. Need for Speed wird nach Server-Abschaltung auch im Einzelspieler-Modus unspielbar sein, was unter Beachtung der hohen Geschwindigkeit, in der EA gerne den Stecker bei seinen Servern zieht – man möchte ja die Version der Folgejahre an den Mann, oder wie im Falle Fifa nun auch an die Frau,  bringen – allzu schnell der Fall sein kann. Der Spieler verliert also jegliche Garantien über die fortwährende Funktionalität seines erworbenen Spiels und muss sich darauf einstellen, dass die Disc früher oder später der Entsorgung anheim geführt werden sollte, da sie vollkommen nutzlos ist.
 Autor:
Alexander Reeb
Editorials
Need for Speed: Reboot des Always-Online-Wahnsinns Theme
One / PS4 - Electronic Arts hat ein wegweisendes Konzept zur Spieler-Gängelung (wieder-) entdeckt! Need for Speed verlangt in der neuesten Iteration eine stetige Internet-Verbindung.
Editorial lesen
Controller 1.03 - * Patch Notes Theme
One - Microsoft bringt einen Hardware-Patch für einen Controller mit einer revolutionären Neuerung. Die Audioklinke in 3.5 mm-Standard zum Anschluss von Headsets.
Editorial lesen