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Dawn of a New Day - Microsofts 180°-Wende

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Vor wenigen Tagen konnten wir euch berichten, wie der Weltuntergang in der Welt Xbox One vonstatten geht. Am Tag der Serverabschaltung für Microsofts neue Konsole sah sich die Welt dem Untergang geweiht, die Einwohner reagierten auf verschiedenste Weise, aber in jedem Fall heftig auf das drohende Ende. Doch wie es so oft mit religiösen Prognosen der Fall ist - Schamane Mumbo Jumbo hat sich geirrt. Obwohl die Verbindung zu den lebensspendenden Servern gekappt wurde, brach am nächsten Morgen ein neuer Tag an. Was war geschehen? Gab es den Gott Don Mattrick etwa doch nicht? Oder hat der Gott der Vorväter, Allard, eingegriffen? Wir wollen einen Blick auf den Hintergrund werfen, wieso kann der große mächtige Poo weiter allmorgendlich seine Arien singen, wieso können Banjo und Kazooie weiter vom Eisschlüssel träumen?
 
Spieler-Rechte in Gefahr
Der Grund ist wohl eine der bemerkenswertesten Firmen-Entscheidungen, die wir im Videospiel-Geschäft bislang haben miterleben dürfen. Nach Monaten der besorgniserregenden Gerüchte hat Microsoft kurz nach der Xbox One-Ankündigung die Katze aus dem Sack gelassen. Die Botschaft: Die Xbox One benötigt alle 24 Stunden kurz eine Online-Anbindung. Wird dieser Onlinecheck nicht gewährleistet, verweigert die Konsole in Bezug auf ihre Hauptfunktionalität, Videospiele abspielen, ihren Dienst. Auch Einzelspieler-Spiele hätten dann nicht weiter gespielt werden können, bis das nächste Mal eine Internet-Verbindung hergestellt worden wäre. Die Reaktion auf diese restriktiven DRM-Maßnahmen, die die Rechte der Spieler massiv beschnitten hätten, waren außerordentlich.
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Spieler-Proteste über Twitter
Ein Twitter-Sturm wurde entfacht, der wohl keinen der höheren Xbox-Verantwortlichen ausgelassen hat. In der Kampagne #XboxOneNoDRM forderten die Spieler die Rücknahme der restriktiven Maßnahmen und setzten die Xbox-Entwickler mächtig unter Druck. Die gesamte Berichterstattung über Xbox One, genauso wie die Präsentationen der Spiele standen im Schatten der kundenfeindlichen Maßnahmen, die Microsoft ergriffen hat. Auch wenn Microsoft gegenteiliges behauptet hat – und es eigentlich für jeden Beobachter spätestens nach den prophetischen Entgleisungen des Microsoft-Managers Adam Orth auf Twitter hätte klar sein müssen – mit solch heftigen Reaktionen hat der Redmonder Konzern offenbar nicht gerechnet. Die PR-Nachrichten waren schwach vorbereitet, die Microsoft-Repräsentanten, die sich der Presse stellten, wirkten erschreckend unbeholfen. Don Mattrick fiel mit arroganten Kommentaren dazu auf, dass man sich doch die Vorgängerkonsole Xbox 360 kaufen könne, wenn einem die DRM-Maßnahmen der Xbox One missfielen. Larry Hryb aka Major Nelson verlor in einem für ihn schwierigen Interview mit Youtube-Nutzer „Angry Joe“ die Beherrschung und entriss dem Interviewer das Mikrofon, um ihn zurechtzuweisen, dass er, ohne im Entwicklerteam von Xbox One zu sein, gar nicht wissen könne, ob es einfach sei, das DRM abzuschalten.
 Autor:
Sebastian Küpper
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